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Die fünf erfahrenen Technik-Experten im Technical Support Center (TSC) für den Holzfertigbau des Kompetenzcenters Industrie schreiben Kundenservice groß. Ihre Leistungen reichen dabei von bauphysikalischen Berechnungen über die Entwicklung von Standarddetails, die Beratung zu Sto-Systemen und -Produkten (Eigenschaften, Verarbeitung, Einsatzbereiche), die Begleitung von Material- und Produktprüfungen bis zu objektspezifischen Freigaben. Kurz gesagt, finden sie optimale Lösungen für die besonderen Wünsche und Anforderungen von Kunden, die Sto-Produkte auf Holzuntergründen einsetzen. Und das bei bis zu 5.000 Kundenanfragen im Jahr.



Die technische Service-Hotline ist werktags von 08:00 bis 16:30 Uhr (Freitags bis 16:00) erreichbar: telefonisch unter 07744 57-1888 oder per E-Mail unter tsc.industry.de@sto.com.

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  • Herr Gollwitzer, was bedeutet eigentlich TSR-Wert?

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    Thomas Gollwitzer, Leiter Technisches Service Center (KC Industrie)

    "TSR steht für „Total Solar Reflectance“, was übersetzt „Totale Solare Rückstrahlung“ bedeutet. Er ergänzt den älteren Hellbezugswert (HBW). Je größer der TSR-Wert einer Beschichtung ist, desto mehr Solarstrahlung wird reflektiert, das heißt, desto kühler bleibt ihre Oberfläche.

    Ein geringer TSR-Wert, kann also zu einer hohen Oberflächen-Temperatur führen. Das ist gefährlich, weil sie bei Putzfassaden auf WDVS vor allem im Sommer Schäden wie Rissbildungen, Verformungen oder Abrisse verursachen kann. Während der Hellbezugswert ausdrückt, welche Helligkeit ein Farbton für das menschliche Auge im Vergleich zu reinem Weiß (HBW 100) beziehungsweise tiefem Schwarz (HBW 0) hat, trifft er noch keine sichere Aussage über das Aufheizverhalten seiner Oberfläche. Der TSR-Wert betrachtet das gesamte elektromagnetische Wellenlängenspektrum der Sonnenstrahlung, nicht nur den sichtbaren Teil.

    Untersuchungen haben ergeben, dass ein TSR-Wert ≥ 25 für die Funktionsfähigkeit des Systems als sicher einzustufen ist. Deshalb wurde dieser Grenzwert im August 2017 in die DIN 55699 übernommen.

    Am besten machen Sie immer folgenden Check:

    Prüfen Sie den Hellbezugswert der Schlussbeschichtung. Wenn der Wert ≥ 20 Prozent ist, gilt es beim Standard-WDVS nichts Weiteres zu beachten, da die thermische Belastung als nicht kritisch angesehen wird.

    Wenn der Hellbezugswert < 20 Prozent ist, muss zusätzlich der TSR-Wert betrachtet werden: Jetzt ist ein TSR-Wert ≥ 25 gefordert.

    Je nach Bindemittel und eingesetzten Pigmenten ergeben sich bei verschiedenen Beschichtungen sehr unterschiedliche TSR-Werte, die nicht nur anhand des Farbtons geschätzt werden können. Für den verarbeitenden Betrieb ist deshalb wichtig, dass er bei einem HBW < 20 Prozent immer den TSR-Wert beim Hersteller der Schussbeschichtung anfragt.

    Auch Farbtöne unter einem HBW von 20 Prozent beziehungsweise einem TSR-Wert unter 25 sind machbar – hierfür gibt es definierte Bedingungen sowie Produkte mit X-black Technology, die der solaren Aufheizung entgegen wirken wie StoColor X-black. Bitte kontaktieren Sie hierzu Ihren Sto-Berater."

  • Herr Nägele, was hilft an der Fassade gegen Rostflecken?

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    Alexander Nägele, Mitarbeiter im Technischen Service Center (KC Industrie)

    "Oberputze von Sto sind fast ausschließlich mit hochwertigen Marmorkörnungen formuliert. Aber auch im edelsten Marmor ist nicht auszuschließen, dass winzige Pyrit-Verunreinigungen auftreten.

    Diese Eisen-Schwefel-Verbindungen können an der Fassade oxidieren und unwillkommene rostrote Spuren hinterlassen. In sehr seltenen Fällen handelt es sich auch um echten Rost, nämlich dann, wenn ein Metallspan von einem Werkzeug oder einer Maschine in den Putz gelangt ist. Die Beseitigung solch störender Flecken ist einfach. Da sie zumeist nur punktuell auftreten, reicht es in der Regel auch aus, sie zielgerichtet zu beseitigen. Hierfür wird das Pyritkorn oder der Span lokalisiert und vorsichtig aus dem Oberputz gelöst. Die entstandene Rostfahne kann mit handelsüblicher Oxalsäure (Kleesalz) entfernt werden. Hierzu wird nach dem Anlegen von
    Schutzbrille und Handschuhen Oxalsäure in Pulverform im Verhältnis 1:10 unter Rühren in warmem Wasser gelöst. Mit einem kleinen Pinsel (Schweineborsten) wird dann die Lösung auf die verfärbten Bereiche aufgetragen. Mit einem saugfähigen Lappen verhindert man, dass die Reinigungslösung über die Fassade abläuft. Dieser Vorgang wird in kurzen Zeitintervallen wiederholt, bis die Rostfahne verschwunden ist. In seltenen Fällen kann die Überarbeitung einer größeren Fläche sinnvoll sein. Auch in diesem Fall werden zunächst die Pyritkörner oder Metallspäne, welche die Verschmutzung verursachen, aus dem Putz entfernt. Im Anschluss erfolgen je nach Objekt Desinfektion, Grundierung und zweifache Beschichtung. Die Fassadenfarbe sollte dabei rostinhibierende Eigenschaften (wie z. B. bei StoColor Top) besitzen, um ein künftiges Durchschlagen von Rostresten zu vermeiden."

  • Herr Simone, was bedeutet eigentlich biozidfrei?

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    Guido Simone, Mitarbeiter im Technischen Service Center (KC Industrie)

    "Algen und Pilze benötigen zum Wachstum in erster Linie eines: Wasser. Sobald sich Feuchtigkeit auf oder in der Fassade sammelt, können sie prima gedeihen. Die Folge sind grüne oder gräuliche Schlieren auf dem Putz, die zwar nicht die Bausubstanz schädigen und auch kein gesundheitliches Risiko darstellen, aber in den Augen vieler Hausbesitzer doch ein ästhetisches Problem sind.

    Wer dieses so lange wie möglich vermeiden möchte, hat zwei Möglichkeiten: die Wahl einer Fassadenbeschichtung mit bioziden Filmschutzmitteln oder einer biozidfreien Variante, die den Befall von Mikroorganismen auf natürliche Weise verzögert. Auch wenn wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass die Menge biozider Filmschutzmittel, die aus Fassaden ausgewaschen wird, bei weitem nicht so hoch ist, wie in der Vergangenheit geschätzt, ist das Interesse an Fassadenoberflächen ohne Filmkonservierung groß. Sto ist seit langem einer der führenden Hersteller von Beschichtungen und hat seit Jahren biozidfreie Fassadenprodukte wie die Fassadenfarben Lotusan und StoColor Dryonic sowie die Fassadenputze StoLotusan und StoSilco blue im Angebot. Sie sorgen auf natürliche Art – nämlich aufgrund ihrer speziellen Oberflächenbeschaffenheit – dafür, dass Wasser schnellstmöglich abläuft und die Fassade trocknen kann. Im Gegensatz zu hydrophil-saugenden Putzen, die die Feuchtigkeit ins Innere des Systems leiten, nehmen die Sto-Fassadenputze nur geringe Mengen an Feuchtigkeit auf. So werden Schadstoffe und Schmutzpartikel gar nicht erst in den Wandaufbau transportiert. Durch ihre geringe Verschmutzungsneigung sorgen die Beschichtungen zudem dafür, dass von außen herangetragene Nahrung für Algen und Pilze keinen Halt findet. Da suchen sich die unbeliebten Lebewesen lieber einen anderen Lebensraum. Fazit: Es geht auch ohne Biozide. Wer diese Variante bevorzugt, findet bei Sto im wahrsten Sinne des Wortes eine wasserdichte Lösung!"

  • Herr Zink, was bedeutet eigentlich konservierungsmittelfrei?

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    Ingo Zink, Mitarbeiter im Technischen Service Center (KC Industrie)

    "Die meisten Wandfarben und Lacke basieren heute hauptsächlich auf Wasser. In dem wasserbasierten Material fühlen sich Bakterien und Pilze wohl – ungekühlt finden sie optimale Wachstumsbedingungen vor.

    Ohne Konservierungsmittel würden die Farben in kurzer Zeit verderben, was Entsorgungs- und Neubeschaffungskosten nach sich ziehen würde. Deshalb werden bei ihrer Produktion – unter Beachtung strenger gesetzlicher Vorgaben – Topfkonservierungsmittel hinzugefügt, die gegen Bakterien und Pilze wirken und auch in Reinigungsmitteln oder Kosmetika wie Seifen oder Shampoos zum Einsatz kommen. Farben und Lacke mit Topfkonservierung, die übrigens auf dem Eimer-Etikett entsprechend gekennzeichnet sind, stellen grundsätzlich kein Risiko für den Verbraucher dar. Nur bei Personen, die allergisch gegen diese Konservierungsmittel sind, kann der Aufenthalt in frisch gestrichenen Räumen unter Umständen zu Reaktionen führen. Die Forscher von Sto beschäftigen sich bereits seit 25 Jahren mit dem Thema emissionsarme Beschichtungen und haben bereits vor einem Vierteljahrhundert eine Silikatfarbe auf Dispersionsbasis entwickelt: StoColor Sil In. Aufgrund ihrer hohen Alkalität kommt die Innenfarbe ohne Konservierungsmittel aus. Das heißt, ihr ph-Wert ist so hoch (>11), dass Bakterien und Pilze keine geeigneten Lebensbedingungen vorfinden. Damit kommt Sto dem Kundenwunsch nach ökologischen Wohnprodukten entgegen. Heute steht ein komplettes Innensortiment konservierungsmittel-, lösemittel- und weichmacherfreier Produkte zur Verfügung – von Spachtelmassen über Grundierungen, Zwischenbeschichtungen, Putze bis zu verschiedenen Farben. All diese Produkte werden durch externe Prüfinstitute überwacht, was Sie künftig am gelben Siegel „konservierungsmittelfrei“ erkennen."

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