Dunkle Farbtöne für kühle Fassaden

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Ganz schön helle

Je dunkler ein Farbton, desto intensiver heizen sich Fassaden auf. Dies führt zu thermischen Dehnungen im Beschichtungsaufbau. Spannungsrisse und Putzabplatzungen sind die Folge. Um Schäden zu vermeiden, sollten Wärmedämm-Verbundsystem und Fassadenfarbton optimal aufeinander abgestimmt sein.

Als erster Schritt muss der Hellbezugswert (HBW) der Fassadenfarbe ermittelt werden. Je dunkler ein Farbton ist, umso niedriger fällt sein HBW aus. Es wird weniger Licht reflektiert - Spannungsrisse im Beschichtungsaufbau sind die Folge.

Auch auf den TSR-Wert (Total Solar Reflectance) ist zu achten. Mit ihm kann nicht nur der sichtbare Lichtanteil im Nah-Infrarotbereich einer Farbe ermittelt werden, sondern auch der unsichtbare. Also die gesamte Reflexion der Farbe. Er wird in Abhängigkeit von Rezeptur und Farbton angegeben.

Für besonders dunkle Fassaden empfehlen wir die Fassadenfarbe StoColor X-Black. Durch ihre Strahlenreflektion wirkt sie der Fassadenaufheizung perfekt entgegen. So besteht auch bei dunklen Fassadenfarben kein Grund, schwarz zu sehen.

Tipps für die Farbtonauswahl

  • Bis zu einem Hellbezugswert von 20 ist im Holzbau jeder Farbton machbar.
  • Elastische, organische Fassadendämmsysteme können im Vergleich zu mineralischen Systemen höhere Spannungen aufnehmen.
  • Je niedriger der Hellbezugswert und je intensiver die Fassadenfläche dem Wetter ausgesetzt ist, desto größer sind die Spannungen.
  • Große Fassadenflächen in dunklen Farbtönen entwickeln höhere Spannungen als kleine.
  • Putze mit grober Körnung sind besser geeignet für Beschichtungen mit dunklen Farben.
  • Dunkle Farbtöne machen den natürlichen, witterungsbedingten Kreidungseffekt von Farben stärker sichtbar.

Auf einen Blick

Hier können Sie die Machbarkeit eines Farbtons in Bezug auf das jeweilige Dämmsystem prüfen.